1: Vegane Innenarchitektur – Dein Weg zu einem tierfreien, nachhaltigen Zuhause

Einleitung:

Vegane Innenarchitektur ist für mich weit mehr als ein Trend – sie ist eine Haltung, mit der ich meine Leidenschaft für Design, Nachhaltigkeit und Ethik verbinde. Seit 16 Jahren lebe ich vegan, und diese Überzeugung prägt jeden Bereich meines Lebens – auch meine Arbeit als Interior Designerin in Berlin.

In meiner Arbeit geht es darum, Räume zu schaffen, die ohne tierische Produkte auskommen und gleichzeitig umweltfreundlich sind – und vor allem: einfach schön aussehen. Weil schön und ethisch das müssen sich nicht ausschließen. Das ist eigentlich das Wichtigste: Vegane Innenarchitektur ist kein Verzicht, sondern eine bewusste Wahl für Räume, die genauso elegant sind wie konventionelle.

Der Unterschied liegt im Detail. Wir verzichten bewusst auf Materialien wie Leder, Wolle oder Seide und setzen stattdessen auf pflanzliche, recycelte und schadstofffreie Alternativen. So entstehen Räume, die nicht nur optisch überzeugen, sondern auch einen Beitrag zu einem bewusteren und gesünderen Lebensstil leisten.

Diese Form der Innenarchitektur gewinnt in Zeiten von Klimakrise, Artensterben und wachsendem Umweltbewusstsein immer mehr an Bedeutung. Für mich ist es deshalb eine Herzensangelegenheit, mit meiner Arbeit einen Unterschied zu machen – im Kleinen wie im Großen.

Was bedeutet vegane Innenarchitektur?:

Vegane Innenarchitektur bedeutet, dass ein Raum ohne tierische Produkte auskommt. Das klingt erst mal simpel, ist aber viel mehr: Es geht um eine ganzheitliche Philosophie.

Was raus fällt: Leder (auf Sofas, Sesseln, an Griffen), Wolle (in Teppichen, Stoffen), Seide, Daunen (in Kissen, Decken), Bienenwachs (in Ölen, Kerzen, Polituren), echte Federn, echte Felle, Knochenknöpfe – eigentlich alles, das vom Tier kommt.

Was rein kommt: Stattdessen nutzen wir pflanzliche Fasern wie Leinen, Hanf, Bio-Baumwolle, Jute. Für Polsterungen: Kapok oder Recycling-Polyester (aus alten Flaschen). Für Farben und Öle: vegane, schadstofffreie Alternativen. Für Möbel: Massivholz mit veganem Finish statt tierische Lacke.

Der wichtige Teil: Nachhaltigkeit. Es geht nicht nur darum, Tierprodukte zu ersetzen. Es geht auch darum, dass diese Alternativen langlebig, ressourcenschonend und wirklich nachhaltig sind. Ein Leinenstoff hält länger. Kork ist nachwachsend. Recyceltes Material spart Müll. Vegane Holzöle schützen ohne Chemie.

Das Ergebnis: Räume, die nicht nur optisch überzeugen, sondern sich auch anfühlen, als würden sie zu dir passen – ohne Kompromisse bei Ästhetik oder Qualität.

Warum lohnt sich das für dich?:

Du fragst dich vielleicht: Warum sollte ich mir die Mühe machen? Hier sind 4 gute Gründe:

1. Gesundheit & Wohlbefinden

Synthetische Stoffe und konventionelle Möbelbehandlungen geben oft Schadstoffe ab. Vegane Materialien sind meist natürlich oder recycelt – und damit schädstoffärmer. Weniger Allergene, bessere Luft im Raum, weniger Kopfschmerzen von chemischen Dämpfen. Ein Schlafzimmer ohne Schadstoffe = besserer Schlaf.

2. Ethische Konsequenz

Wenn du vegan lebst, möchtest du, dass dein ganzes Leben dazu passt – bis hin zu dem Sofa, auf dem du sitzt. Vegane Innenarchitektur ist die logische Fortsetzung. Es fühlt sich einfach besser an, in einem Zuhause zu leben, das zu deinen Werten passt.

3. Nachhaltigkeit & ROI

Gute vegane Materialien halten oft länger als konventionelle. Ein Leinenstoff verschleißt nicht so schnell. Kork erholt sich von Kratzern. Und: bessere Isolation durch hochwertige Stoffe spart 10–15% Heizkosten. Über 5 Jahre gerechnet: ein echtes Investment mit ROI (Return on Investment).

4. Ästhetik – ohne Kompromisse

Das ist das Beste: Vegane Innenarchitektur ist nicht „weniger schön”. Im Gegenteil! Natürliche Materialien wirken wärmer, eleganter. Ein Raum mit Leinen, Kork und Massivholz wirkt zeitloser als ein Fast-Furniture-Raum voller Kunstleder.

Was gehört alles zu veganer Innenarchitektur?:

Es gibt so viel zu berücksichtigen – deshalb gebe ich dir hier einen Überblick, was alles dazu gehört:

Stoffe & Textilien:

Vorhänge, Bettwäsche, Kissen, Sofabezüge – alle können vegan sein. Leinen, Hanf, recycelte Baumwolle statt Wolle oder Seide.

Böden:

Parkett (mit veganem Öl gepflegt), Korkboden, Linoleum, Terrakotta-Fliesen – statt Teppich mit Wollfaser.

Wandgestaltung:

Farben und Putze ohne tierische Stoffe. Tapeten aus Papier statt aus Vliesen mit tierischen Bindemitteln. Holzpaneele für Wärme.

Möbel & Holzoberflächen:

Massivholz-Möbel mit pflanzlichem Öl finish. Griffe aus Holz oder Kunststoff statt Leder. Tische und Stühle, die zeitlos sind und lange halten.

Farben & Pflege:

Leinöl-, Tung- oder Hartwachsöle statt Polyurethan-Lacke. Vegane Farben ohne Bienenwachs. Reiniger ohne tierische Inhaltsstoffe.

Deko & Details:

Pflanzliche Kerzen statt Bienenwachs. Körbe aus Jute. Teppiche aus Sisal. Accessoires aus Holz, Keramik, Metall.

Aber auch der Alltag:

Wie du dein Zuhause pflegst und nutzt, gehört dazu. Nachhaltige Reinigung, bewusstes Nutzen, langfristiges Denken.

Was dich auf diesem Blog erwartet:

In den kommenden Wochen und Monaten nehme ich dich mit auf eine Reise durch vegane Innenarchitektur.

Regelmäßig ein bis zwei mal im Monat– praxisnah, ohne Fachjargon, immer mit echten Tipps und Einkaufsadressen. Wir sprechen über:

  • Stoffe, die kuschelig sind (und kein Tier brauchen)

  • Böden, die warm unter den Füßen sind (und dein Budget nicht sprengen)

  • Holz & Wandgestaltung (mit veganem Finish)

  • Details, die Räume verändern (Licht, Farben, kleine Möbel)

  • Raum-für-Raum-Guides (Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche)

  • 1 Produkt – 3 vegane Alternativen (damit du wirklich wählen kannst)

Meine Mission: Dir zeigen, dass veganes Interior Design nicht schwer ist – es ist einfach bewusst.

Welche Fragen beschäftigen dich? Schreib mir direkt – ich freu mich auf den Austausch! 🌿